Rückblick auf die 4. Digitalkonferenz der Verwaltung

Digitalkonferenz

Rund 80 Amts- und Institutsleitungen hatten sich am Dienstagvormittag, 3. Dezember, zur vierten Digitalkonferenz der Verwaltung im Großen Saal des Hauses der Bildung eingefunden. Diese ist laut Oberbürgermeister Ashok Sridharan bereits mit der vierten Ausgabe vom Traditionsstatus in den Brauchtumsstatus übergegangen.

„Nicht nur damit wir besser arbeiten können, sondern auch damit wir den Bürgerinnen und Bürgern weitere Online-Dienstleistungen anbieten können, arbeiten wir beim Thema Digitalisierung zusammen“, läutete der OB die Konferenz ein. Als Gäste begrüßte er Vertreter der Stadtwerke Bonn und des Dachverbands der kommunalen IT-Dienstleister NRW (KDN).

Themen der Digitalkonferenz waren unter anderem: Umsetzung des Online Zugangs-Gesetzes, Pilotprojekt One Smart City App (OSCA), Informationen zur Smart City Strategie, Einführung eines neuen Vergabemanagement für die Gesamtverwaltung, Planungen zur Beschaffung einer neuen Baugenehmigungssoftware, Überblick zur Geodaten-Infrastruktur und interne Kommunikation. Die Vorträge wurden mit Informationsständen zu Themen der IT-Sicherheit bis hin zum Projektmanagement für einen direkten Austausch ergänzt.

Ein weiteres Fokusthema der Verwaltung für die kommenden Jahre ist Bildung in der digitalen Welt. Über 100 Schulen, 52.000 Schülerinnen und Schüler, rund 12.000 Kindergartenkinder – sie alle betrifft das Projekt „Bildung in der digitalen Welt“ (BIDW). Laut Schulamtsleiter Hubert Zelmanski besteht die Bereitstellung der technischen Infrastruktur aus vier Bausteinen: der Breitband-/Glasfaseranbindung, der strukturierten Verkabelung, dem flächendeckenden WLAN sowie den digitalen Endgeräten. Alle vier Berufskollegs und fast alle weiterführende Schulen sind inzwischen an das Breitbandnetz angeschlossen. Die Anbindung der Grundschulen erfolgt ab 2020. Drei Pilotschulen werden derzeit strukturiert verkabelt; weitere fünf Pilotschulen folgen.

Die Bereitstellung eines flächendeckenden WLAN-Netzes in den Schulen ist in der Umsetzung. Bis Ende 2022 sollen alle Bonner Schulen über WLAN verfügen. Die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten erfolgt sukzessive bis zum Ende des Projektes. Die Bonner Grundschulen sind bis Ende 2019 mindestens mit einen iPad-Klassensatz ausgestattet, um „loslegen“ zu können.

Ebenso wichtig ist die pädagogische Umsetzung im Unterricht: Spätestens im März 2020 soll dazu an zwei zentralen Standorten in Bonn und Beuel das Leuchtturmprojekt BONNEUM eingeweiht werden: die neuen digitalen Forscherwerkstätten und die MINT-Lernwerkstatt laden alle Kinder und Jugendlichen zum Forschen, Entdecken und Lernen ein. Seminarräume mit dem Schwerpunkt Digitale Bildung bieten für Pädagoginnen und Pädagogen neue Möglichkeiten der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Ausgehend von diesen beiden zentralen BONNEUM-Standorten werden über das Stadtgebiet verteilt sukzessive acht dezentrale Lernwerkstätten – jeweils bestehend aus KiTa, Grundschule und weiterführender Schule – eingerichtet. Seit Mitte 2019 laufen dafür bereits die Fortbildungsmodule für KiTa-Mitarbeitende und das Lehrpersonal.

Bilder: Giacomo Zucca/ Bundesstadt Bonn