5 Fragen an
15.06.

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»5 Fragen an« – Birgitt Nehring und André Naujoks von barrierefrei kommunizieren!

Birgitt Nehring und André Naujoks sind pädagogische Mitarbeiter im Projekt barrierefrei kommunizieren! Bonn der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH. Beide haben meine fünf Fragen beantwortet – vielen Dank dafür!



1. Welches ist Ihr absolutes Lieblingsmedium?

Birgitt Nehring: Es gibt viele Medien mit denen ich arbeite wie, z. B. Smartphone, Tablet, Laptop oder mein Büro-PC. Als Fachlehrerin für Stenografie und Maschinenschreiben liebe ich jedoch meinen Bleistift und schreibe viele Notizen und Entwürfe in Steno und so könnte man den Bleistift zu meinem absoluten Liebling erklären. Gerade als Gegenpart zur digitalen Welt ist mir das handschriftliche Schreiben sehr wichtig.

 

André Naujoks: Ein absolutes Lieblingsmedium habe ich nicht. Ich schaue Fußball im Fernsehen, filme auch gerne mit der Kamera und schon als Jugendlicher habe ich gerne Computerspiele gespielt und das ist auch heute noch so.

 

 

 

2. Was liegt zurzeit auf Ihrem Schreibtisch?

 

Birgitt Nehring: Mein Notizbuch und mein Bleistift für die Konzeption eines barrierefreien Actionbounds für Jugendliche zum Thema Datenschutz und Sicherheitseinstellungen beim Smartphone und Tablet. Außerdem bereite ich zurzeit Schulungsunterlagen in leichter Sprache vor für eine Schulung für Menschen mit geistiger Behinderung.

 

 

André Naujoks: Ein Update eines Owncloud-Servers des Netzwerks Inklusion mit Medien und die Konzeption eines barrierefreien Actionbounds für Jugendliche.

 

 

 

3. Warum arbeiten Sie gerne mit Menschen und Technik?

 

Birgitt Nehring: Als Fachlehrerin für Stenografie habe ich 20 Jahre Maschinenschreiben in der Erwachsenenbildung unterrichtet. Als die ersten Computer mit MS-DOS kamen erweiterte ich meinen Unterricht auch auf Schulungen am PC. Da war die digitale Welt noch überschaubar ohne Maus, ohne Windows, ohne Internet, ohne Facebook … Viele Jugendliche schütteln den Kopf und können sich gar nicht vorstellen, wie ich mich ohne all diese Medien verabreden und meine Freizeit gestalten konnte.

Seit 2004 arbeitet ich als pädagogische Mitarbeiterin im Projekt barrierefrei kommunizieren! Bonn der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH. Die Durchführung von Film- und Fotoprojekten sowie von Seminaren zur Computer- und Internetnutzung und auch Tastschreiben stehen im Mittelpunkt. Unter anderem führe ich im Rahmen des Projektes “Gemeinsam in die Zukunft” zusammen mit Jugendeinrichtungen im Raum Bonn inklusive Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung durch. Somit arbeite ich mit Menschen und kann durch die Technik helfen, Barrieren abzubauen und den Jugendlichen Medienkompetenz vermitteln.

 

André Naujoks: Für Technik, insbesondere Computer, habe ich mich schon immer begeistert, aber auch mit Menschen und für Menschen habe ich immer gerne etwas getan. So bin ich Mitglied bei den Naturfreunden Bonn e.V. und habe schon zahlreiche Kinder- und Jugendfreizeiten ehrenamtlich begleitet. Seit 2008 arbeite ich bei barrierefrei kommunizieren! Bonn und konnte hier beide Komponenten miteinander verbinden. In den Jahren davor habe ich nur in meinem Beruf als IT-Systemelektroniker gearbeitet.

 

 

 

4. Wie schaffen Sie es, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene Ihnen gleichermaßen zuhören?

 

Birgitt Nehring: Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit und ohne Behinderung: alle wollen, dass man ihnen zuhört, ihre Fragen annimmt, sie ernst nimmt. Außerdem kommt immer im Unterricht rüber, ob ich mit Begeisterung dabei bin. Das spürt jede Altersgruppe und entsprechend ist auch das Feedback.

 

André Naujoks: Natürlich nutze ich eine andere Gesprächsebene, wenn ich mit Kindern und Jugendlichen spreche oder mit Erwachsenen. Aber auch mit Erwachsenen ist es nicht immer leicht, gerade in der Gruppenarbeit. Auch muss ich mich auf besondere Gruppen-Zusammensetzungen in der inklusiven Arbeit einstellen. Ein hörbehinderter Jugendlicher wird sich nicht bei mir melden, wenn er etwas nicht verstanden hat. In so einem Fall muss ich über Augenkontakt überprüfen, ob das von mir Gesagte ihn erreicht hat.

 

 

 

5. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

 

Birgitt Nehring: Das Thema Inklusion liegt mir sehr am Herzen und barrierefrei kommunizieren! am Standort Bonn versteht sich als Haus der offenen Tür mit vielfältigen Angeboten für alle Menschen mit und ohne Behinderung. Inklusion muss im Kopf beginnen – denn anders sein ist doch normal!

 

André Naujoks: Weiterhin so viel Erfolg und gutes Feedback der Kinder und Jugendlichen aus den Projekten wie bisher.

 

 

 
Andé Naujoks

Birgitt NehringBirgitt Nehring ist Fachlehrerin für Stenografie und
Maschinenschreibenn und seit 2004 pädagogische Mitarbeiterin
im Projekt barrierefrei kommunizieren! Bonn.
 

André Naujoks ist IT-Systemelektroniker und seit 2008 pädagogischer Mitarbeiter im Projekt barrierefrei kommunizieren!
Bonn.

 
Barrierefrei kommunizieren! im Blog

 
Barrierfrei kommunizierren!, Standort Bonn

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