5 Fragen an
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5 Fragen an Horst Pohlmann, Akademie Remscheid für kulturelle Bildung e.V.

Horst Pohlmann ist Dozent für Kulturelle Medienbildung an der Akademie Remscheid für kulturelle Bildung e.V. Lieber Horst, DANKE für deine Antworten! 

 

1. Welches ist dein Lieblingsmedium?
Schwer zu benennen: Das ist zumindest zeitweilig unterschiedlich. Es gibt Phasen in denen Filme und Serien ganz oben stehen und andere, in denen ein (neues) Computerspiel meine Freizeitaktivitäten dominiert. Letztlich kommt es darauf an, ob ich mich bei der Mediennutzung eher berieseln lassen oder dabei aktiv sein möchte. Wenn ich sie noch konkret benennen soll, dann würde ich, als alter Science-Fiction-Fan, ganz klar die britische Serie „Dr. Who“ (Neuauflage seit 2005) anführen – sie hat mit Abstand die besten entwickelten Charaktere sowie die phantasievollsten und spannendsten Stories. Und das (aktuell) liebste Computerspiel ist „Cities Skylines“, in dem ich mich endlich mal wieder als verkappter Städteplaner outen und immanente Stau-Probleme lösen kann, im Gegensatz zu denen in der realen Welt. Allerdings fällt mir zunehmend auf, dass viele Staus auf deutschen Autobahnen einfach vermieden werden könnten, wenn man die Verkehrsführung geringfügig ändern würde – vielleicht sollten sich Verkehrsplaner das Spiel auch mal zu Gemüte führen …

 

2. Wie bleibst du in der Medienpädagogik „up to date“?
Das Wichtigste ist der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gerade im Medienbereich sind die Veränderungen so schnell, dass man alleine unmöglich alle Facetten im Blick haben kann, vor allem schon gar nicht, wenn man sich die Selbstverständlichkeit ansieht, mit der Kinder und Jugendliche neue Trends etablieren oder „plötzlich“ Dinge tun, von denen man selbst noch nie etwas gehört hat. Für die medienpädagogische Arbeit ist es sehr hilfreich, wenn man nicht das Rad ständig neu erfinden muss, sondern auf den Erfahrungen aus anderen Projekten aufbauen kann. Ansonsten bleibt nur: Lesen, Recherchieren, Ausprobieren.

 

3. Was liegt derzeit auf deinen Desktops?
Auf meinem Büro-Rechner liegt tatsächlich nur der Papierkorb auf dem blauen Windows-Classic-Hintergrund. Mein Heim-PC ist da schon etwas bunter, aber immer noch puristisch: Papierkorb, Browser, ein Games-Ordner und rund 10 Textdokumente, die irgendwie alle der Bearbeitung harren. Mein Notebook musste ich gerade hochfahren, um nachzugucken: Papierkorb, Bildbearbeitung, ein Games-Ordner, eine Stopp-Uhr und ein Link auf eine Internetseite, ebenso der blaue Windows-Classic-Hintergrund.

 

4. Warum arbeitest du gerne mit Erwachsenen?
Weil es Spaß macht und weil man immer viel voneinander lernen kann. Ansonsten hat es sich im Laufe der Jahre einfach so ergeben: Elternarbeit und Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen gehörte auf allen Arbeitsstellen schon immer zu meinen Tätigkeitsbereichen und die Akademie Remscheid hat ja explizit diesen Auftrag. Wobei ich immer sehr davon profitiert habe, auch selbst Projekte mit Kindern und Jugendlichen umzusetzen, so dass diese Praxiserfahrungen auch gleich in die Fortbildungen mit einfließen konnten. Das ist also eine ziemlich gute Mischung.

 

5. Ich wünsche Erwachsenen im Umgang mit Medien…
Geduld, Neugier, Experimentierfreude und gute Unterhaltung … ;-))

 

 

Horst Pohlmann

 

 

Horst Pohlmann, Jg. 1971; Dipl.-Sozialpädagoge, MedienSpielPädagoge (M.A.); bis 2006 Fachstelle Medienpädagogik / Jugendmedienschutz des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln; 2007 bis 2015 Co-Leitung von „Spielraum“ am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik an der Fachhochschule Köln; seit 2012 Dozent für Kulturelle Medienbildung an der Akademie Remscheid für kulturelle Bildung e.V.

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