5 Fragen an
19.02.

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»5 Fragen an« – Nicola Klemenz, Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

Nicola Klemenz ist Mitarbeiterin der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW (fjmk) mit Sitz in Köln. Als Projektleitung für powerUp ist sie für den Bereich „Medienpädagogik und Erziehungshilfen“ zuständig. Lieben Dank für deine Antworten, Nicola!

 

 

1. Smartphone oder Internet  – welches Medium gewichtest du mehr?
Beides, mit Smartphone ins Internet. Also, tatsächlich nutze ich mein Smartphone häufiger um Mails zu checken, News zu lesen und bei Facebook reinzuschauen, als zum telefonieren und Textnachrichten zu schreiben.

 

2. Woran arbeitest du gerade?
Anfang des Jahres ist bei uns ein neues Projekt angelaufen, bei dem ich die Projektleitung übernommen habe. „powerUp – Medienpädagogik und Erziehungshilfe“ lautet der Titel und ist gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Mit Einrichtungen der stationären und teilstationären Jugendhilfe sowie dem Bereich der Familienhilfe soll in den nächsten beiden Jahren die medienpädagogische Arbeit vor Ort initiiert oder optimiert werden. Viele Heime haben bisher noch kein medienpädagogisches Konzept, Mitarbeiter wissen oft nicht, wie sie mit dem Thema Medien im Alltag umgehen sollen. Auch Kinder und Jugendliche, die fremd untergebracht sind, sollen die Chance bekommen, Medien zu nutzen, dabei aber auch begleitet zu werden. In diesem Projekt ist es unsere Aufgabe, mit den Kindern vor Ort aktive und kreative Medienprojekte durchzuführen und gemeinsam mit den Mitarbeitern die entsprechenden Bedingungen zu schaffen sowie Regeln hierfür zu erarbeiten. Die Schulung der Mitarbeiter gehört natürlich auch dazu.

 

3. Was findest du spannend an deinem Job?
Das abwechslungsreiche Arbeiten und die Herausforderung, sich immer wieder auf neue Projekte, Zielgruppen und Themen einzustellen. Außerdem die Möglichkeit zu bekommen, dort zu arbeiten, wo es „brennt“. Aktuell bei meinem Projekt jetzt im Bereich der Hilfe zur Erziehung, wo ein dringender Handlungsbedarf besteht.

 

4. Warum arbeitest du gerne für und mit Kindern?
Die Begeisterungsfähigkeit von Kindern finde ich super! Und wenn man mit einer Aktion oder einem Thema mal daneben liegt, bekommt man das meist sehr schnell mit. Kinder und Jugendliche stehen den Medien oft noch unbedarft und offen gegenüber und ich freue mich, wenn ich sie ein Stück weit begleiten kann. Einerseits, um ihre Interessen und Fähigkeiten kennen zu lernen, andererseits aber auch, um ihnen das notwendige Wissen für den sicheren Umgang mit Medien mit auf den Weg zu geben.

 

5. Was wünscht du dir für die medienpädagogische Praxis?
Ich wünsche mir, dass sich die medienpädagogische Praxis der technischen Schnelllebigkeit annähert und weiter voranschreitet, anstatt sich immer wieder mit Grundsatzfragen zu beschäftigen. Weniger Projektförderungen, damit man auch nachhaltige, langfristige Angebote initiieren kann.

 

Nicola Klemenz

Nicola Klemenz ist Mitarbeiterin bei der fjmk und für den Bereich Medienpädagogik und Erziehungshilfen als Projektleitung bei „powerUp“ tätig. Die Planung und Konzeptentwicklung von Kinder -und Jugendmedienprojekten, die medienpädagogischen Beratung von Einrichtungen der Hilfe zur Erziehung sowie die Fortbildung deren Mitarbeiter gehören u.a. zu ihrem Aufgabenfeld.

 

Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW widmet sich der Medienkompetenzvermittlung in der Kinder- und Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen und wurde geründet vom ComputerProjekt Köln e.V.. Mit zahlreichen Projekten unterstützt die fjmk die medienpädagogische Arbeit in NRW und darüber hinaus bundesweit.

 

Weitere Infos: www.spieleratgeber-nrw.de

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