Initiative D 21
Quelle: initiatived21.de
28.11.

Hintergründe

Förderung der Medienkompetenz ist notwendiger denn je: D21-Digital-Index 2016 zur Lage der Digitalen Gesellschaft

In Kooperation mit der LfM hat die Initiative D21 e. V. ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Stand der Digitalisierung in Deutschland vorgelegt. Digitale Kompetenzen sind gering ausgeprägt. Die digitale Realität der Lebenswelt bildet sich wenig in den Schulen ab.

 

Inzwischen nutzen 79 Prozent der Deutschen das Internet. Der digitalen Zukunft begegnen die Menschen jedoch mit geringen Kompetenzen. So nutzen zwar etwa 72 Prozent der Gesamtbevölkerung Suchmaschinen, doch nur 58 Prozent können mit hoher Kompetenz Internetrecherchen durchführen. Nur 37 Prozent beziehen mehrere Quellen mit ein und nur 15 Prozent betrachten Ergebnisse jenseits der ersten Seite der Suchmaschinen.

 

Medienkompetenz gegen eine digitale Spaltung der Gesellschaft

Dass die Digitalisierung insbesondere auch Kinder und Jugendliche zunehmend vor größere Herausforderungen stellt, zeigen auch die Ergebnisse der erstmalig durchgeführten Sonderstudie „Schule Digital – Lehrwelt, Lernwelt, Lebenswelt“. Ein zentraler Befund der Studie: Die digitale Realität der Lernwelt zu Hause und der Lebenswelt findet immer noch wenig Eingang in die Lehrwelt der Schule.

 

Prof. Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), sagte: „Der Prozess der Digitalisierung kann nur dann gesamtgesellschaftlich erfolgreich verlaufen, wenn möglichst alle Bürgerinnen und Bürger die für diese Entwicklungen entsprechenden Kompetenzen erwerben können. Will man einer digitalen Spaltung unserer Gesellschaft entgegenwirken, müssen die Menschen mehr als bisher beim Kompetenzerwerb unterstützt und zu digitaler Selbstbestimmung befähigt werden.“

Brautmeier betonte weiterhin, dass die Förderung von digitalen Kompetenzen eine Herausforderung aller mit Bildung, Information und Beratung befassten Akteure und Institutionen sei.

 
D21-Digital-Index (pdf, 2 MB)

 

Sonderstudie „Schule Digital“ (pdf, 2 MB)

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