MPFS
Quelle: mpfs.de
29.07.

Hintergründe

JIMplus 2020 Corona-Zusatzuntersuchtung

Das Coronavirus hat den Schulunterricht kräftig durchgerüttelt. Statt die Schulbank zu drücken, mussten die Schülerinnen und Schüler aufgrund der Pandemie zuletzt von zuhause aus lernen und dabei vermehrt auf Medien zurückgreifen. Der MPFS führte im April deshalb die Zusatzstudie „JIMplus Corona“ durch.

 

Die Zusatzstudie befragte 1002 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrem Medienumgang während der Schulschließung. Nach eigenen Angaben kamen die Schülerinnen und Schüler mit der ersten Phase der Schulschließung ganz gut zurecht. Auf die Frage, wie „Schule zuhause“ geklappt hat, vergeben je etwa ein Drittel die Schulnote „gut“ (36%) oder „befriedigend“ (32 %). 16 Prozent sind gänzlich zufrieden und benoten mit der Schulnote 1, es gibt jedoch auch Jugendliche, die eine 5 (5 %) oder 6 (1 %) vergeben.

 

Deutlich wird, dass das „Homeschooling“ je nach Lehrer*in unterschiedlich ablief: 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler bekamen lediglich zu Beginn der Schulschließung Aufgaben gestellt und hatten anschließend kaum Kontakt zu ihren Lehrkräften. Die Hälfte der Jugendlichen beziehungsweise ihrer Eltern (56 %) erhielten regelmäßig Aufgaben per E-Mail, andere Lehrkräfte griffen für ihre Arbeitsaufträge auf WhatsApp (10 %), Telefon (11 %), Videokonferenzen (16 %) und Chats zurück (26 %) oder arbeiteten in der Klasse mit einer Cloud (22 %).

 

Um ihre Hausaufgaben zu erledigen, nutzten die Jugendlichen überwiegend das Handy (82 %) und einen PC oder Laptop (80 %). Das Tablet kam bei 29 Prozent zum Einsatz. Unterstützung beim Lernen erhielten die Schülerinnen und Schüler zumeist von Freunden über Chat (50 %) und ihren Eltern (43 %) oder sie schauten sich Tutorials im Internet an (45 %). Eine Anleitung der Schule erhielt rund ein Drittel. Als mediales Lernangebot wurde vorwiegend YouTube (83 %) genutzt, darauf folgen Wikipedia (58 %), Dokus und Wissenssendungen im Fernsehen (27 %) sowie explizite Schulsendungen im Fernsehen oder Internet (21 %).

 

Quelle und weitere Informationen sind unter mpfs.de zu finden.

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