Medienbildung im Kindergarten, Carolin Kramer
Quelle: Carolin Kramer
22.12.

Hintergründe

Medienbildung im Kindergarten – Teil I

Schon die Kleinsten tippen und wischen auf dem Smartphone oder Tablet der Eltern. Aber sollte das auch noch bewusst gefördert werden? Und das nicht nur zu Hause, sondern auch im Kindergarten? Sollte der Mediennutzung in diesem Alter überhaupt so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden? Der erste Teil unserer Artikelserie „Medienbildung im Kindergarten“ liefert einen kurzen Einstieg ins Thema.

 

Was hat denn der Affe da in seiner Hand? Fragen sich das bald auch Kindergartenkinder? Wollen sie auch wissen, ob das Ding twittern kann oder simsen? Nein, kann es natürlich nicht, „Das ist ein Buch!“ erklärt der Affe in dem gleichnamigen Bilderbuch von Illustrator Lane Smith. Hier als kleiner Einstieg in das Thema „Medienbildung im Kindergarten“ ein Ausschnitt aus der Geschichte, die uns schmunzeln lässt – ironischerweise digital als youtube-Video und nicht gedruckt.

 

 

Schon Einjährige verstehen intuitiv, wie ein Smartphone oder ein Tablet zu bedienen ist. Wenn sie wischen oder tippen, bewegt sich etwas und das weckt Interesse. Wenn Eltern und ältere Geschwister diese Geräte regelmäßig nutzen, gehören sie auch für die Kleinsten zum Alltag. Die Familie bestimmt die Lebenswelt von Kleinkindern; einzelne Mitglieder geben ihre Medienvorlieben automatisch an die Jüngeren weiter. Für viele ist eine frühe Mediennutzung selbstverständlich und kein Anlass zur Sorge. Andere wiederum finden, Kinder sollten zuerst einmal reale Erfahrungen sammeln und nicht von Medienwelten überfordert werden.

 

Bei der Diskussion um das Für und Wider von frühkindlicher Mediennutzung stehen vorrangig digitale Medien im Mittelpunkt. Bilderbücher, Hörspiele und Musik-CDs sind vollkommen akzeptiert und werden fast übereinstimmend als entwicklungsfördernd eingestuft. Auch das Fernsehen – das Leitmedium bei Vorschulkindern – wird oft, zumindest in Maßen, toleriert. Dass z.B. die „Sendung mit der Maus“ spielerisch Wissen vermittelt und aufgrund ihrer Episodenhaftigkeit besonders für Vorschulkinder geeignet ist, dürfte auf breite Zustimmung stoßen. Anders hingegen sieht es aus, wenn es um Smartphone, Tablet, PC oder Computerspiele geht. Viele Eltern und Erziehende stehen den digitalen Medien kritisch gegenüber oder sind zumindest verunsichert, ob sie nicht schädlich für die Entwicklung von Kleinkindern sind. Sie finden, Medienbildung sollte erst in der weiterführenden Schule eine Rolle spielen.

 

Welche Medien Kleinkinder tatsächlich nutzen, wie oft sie dies tun und wie sie Medien überhaupt wahrnehmen, erfahren Sie demnächst in unserem zweiten Teil der Artikelserie.

 

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